Living in China

Jeden Tag ein bisschen Kulturschock

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Die Geister sollten vertrieben sein

Februar 1st, 2009 · No Comments

Heute Nacht geht (hoffentlich) eine Woche kriegsähnlicher Zustände vorbei. Die Rede ist vom Frühjahrsfest, oder auch chinesisches Neujahr. Ähnlich wie bei uns wird in China das neue Jahr mit einem ausgelassenen und manchmal lebensgefährlichen Raketengezünde begrüsst. Hintergrund sind die Geister, die kleine Kinder fressen – wenn sie nicht vertrieben werden. Anders als bei uns sind die Jungs allerdings etwas hartnäckiger und lassen sich nur bei konstantem Geknalle über 7 Tage vertreiben. Und auch das nur, wenn man die grössten Böller nimmt, die die Welt je gesehen hat und sie zu langen Teppichen von etlichen Metern Länge zusammen bindet. In Kombination mit den an Mörser aus dem zweiten Weltkrieg erinnernden Leuchtraketen ergibt sich ein furchteinflössendes Staccato, das die Beijinger Bürgersteige von 7 Uhr morgens bis Mitternacht in Kriegsschauplätze verwandelt. Was anfangs noch lustig ist, verwandelt sich nach 3 Tagen in nervenaufreibende Spießrutenläufe. Das ganze findet nun ein Ende, so dass man endlich wieder ruhig schlafen kann ohne Angst du haben, dass die Stadt am nächsten Morgen nicht mehr steht.

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